Die IPA ist…

…der politisch und gewerkschaftlich unabhängige Zusammenschluss von Angehörigen des Polizeidienstes, ohne Unterschied von Rang, Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Sprache oder Religion.

…als größte Berufsvereinigung der Welt mit annähernd 300.000 Mitgliedern in derzeit 61 Staaten vertreten. Sie hat beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und im Europarat.

… in ihren Statuten zur Einhaltung der Grundsätze der Menschenrechte verpflichtet, so wie sie im Jahr 1948 von den Vereinten Nationen erklärt wurden. Es ist ihre Absicht, Bande der Freundschaft und der Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern und den Mitgliedssektionen zu schaffen.

Nur noch ein paar Zeilen zur Bedeutung der IPA:

Die IPA ist eine Vereinigung von Polizeiangehörigen auf der ganzen Welt. Mehr als 350.000 Mitglieder gibt es weltweit, die deutsche Sektion ist dabei mit knapp 60.000 Mitglieder die stärkste Vereinigung. Unsere Verbindungsstelle in Passau führt 164 Mitglieder. Als jüngstes Neumitglieder dürfen wir Robert Bichler von der VII. BPA, 28. AS bei  uns begrüßen.

Für unsere Verbindungsstelle versuchen wir Veranstaltungen für jung und alt anzubieten. Neben Reisen, Ausflügen und den obligatorischen Veranstaltungen wie Weihnachts-/Jahresabschlussfeier und den Sommerfesten sind wir in der Vorstandschaft auch jederzeit bemüht,  bei Fragen oder Kontakten im Inland wie Ausland behilflich zu sein.

Der Leitspruch „Servo per amikeco“ (Dienen durch Freundschaft) bedeutet „weltweite Unterstützung und Hilfe“. Der IPA-Mitgliedsausweis öffnet dabei manche Tür und manches Tor, welche sonst verschlossen blieben.

 

 Und hierzu noch ein praktisches Beispiel:

 Bericht unseres IPA Mitgliedes Richard Damasko

Meine 22jährige Nichte ist Studentin der Medienwissenschaften in München. Letztes Jahr plante sie für die Dauer eines Semesters von Januar bis Juli 2009 ein Auslandsstudium in Dublin durchzuführen. Deshalb machte sie sich im Herbst 2008 im Internet auf die Suche nach einem Zimmer in der irischen Hauptstadt. Im November 2008 fand sie ein Objekt, nahm Kontakt mit der Anbieterin auf und überwies schließlich eine Monatsmiete + Kaution  auf ein Konto in den USA. Anscheinend war sie aber einer Betrügerin aufgesessen, da meine Nichte  im Dezember  feststellte, dass die Seite der Wohnungsanbieterin wegen Betrugsverdachts gesperrt worden war.  Nun stand sie ohne Wohnung da und der Zeitpunkt der geplanten Reise nach Dublin rückte immer näher.

 Anfang Januar 2009 wandte ich mich per E-Mail an die IPA Dublin, schilderte die Geschichte meiner Nichte und bat um Unterstützung bei der Suche nach einem Zimmer. Schon am nächsten Tag erhielt ich eine Antwort mit dem Angebot, dass meine Nichte die ersten Tage im IPA-Haus (siehe Foto) wohnen könne. Am 15. Januar 2009 flog sie nach Dublin und wurde im IPA-Haus freundlich empfangen. Sie machte sich gleich auf die Suche nach einem Zimmer in der Nähe der Universität.

 Am Sonntag, den 18.01.2009, setzte sie in einem Internet-Cafe die Wohnungssuche fort. Während des Aufenthaltes in diesem Cafe wurden ihr aber die Handtasche mit allen Dokumenten (Reisepass, Führerschein, Studentenausweis und Bankkarte), ihr Laptop  und ihr ganzes Geld gestohlen. Völlig aufgelöst wandte sie sich wieder an die Kollegen der IPA. Trotz intensiver Absuche und Fahndung der irischen Kollegen tauchten die Dokumente nicht mehr auf. Außerdem erzählten sie, dass in Dublin viele ausländische Taschendiebe unterwegs seien. Da meine Nichte nun auch noch ohne Geld und ohne Ausweise dastand, gab ein irischer Kollege meiner Nichte 150 Euro, damit sie sich wenigsten etwas zum Essen kaufen konnte. Ein Kollege lud sie spontan zu sich und seiner Frau nach Hause zum Essen ein.

Die Ausstellung der Passersatzdokumente bei der Deutschen Botschaft in Dublin gestaltete sich  auch als schwierig. Zuerst waren die Fotos für den neuen Pass nicht geeignet, dann sollte  sie Gebühren in Höhe von 70 Euro bezahlen, obwohl meine Nichte darauf hinwies, dass ihr ihre gesamte Barschaft gestohlen worden war. Hilfreiche irische Botschaftsangehörige schenkten ihr schließlich 70 Euro, damit sie nicht wieder mittellos wurde. Trotzdem dauerte es noch einige Tage bis sie den Ersatz-Pass erhielt.

In der Zwischenzeit  wurde ihr von ihrem Bankinstitut eine Bank-Card an das IPA-Haus zugesandt, sie konnte aber aus unerklärlichen Gründen am Bankautomaten keine Geldabhebung vornehmen. Am Bankschalter wurde sie auch abgewiesen, da sie sich nicht ausweisen konnte.  Schließlich stellte ihr die irische Polizei ein Dokument mit ihrem Foto aus und sie konnte sich so am Bankschalter  ausweisen.

Nach einigen Tagen erhielt sie auch von der Botschaft den Pass ausgehändigt.

Gegen die betrügerische Vermieterin wurde  zwischenzeitlich Anzeige erstattet. Die Anschrift der Wohnung stellte sich als unbewohnte Baustelle heraus.

Die IPA-Angehörigen im IPA-Haus fragten in diesen Tagen immer wieder bei meiner Nichte nach ob sie helfen und ob sie irgend etwas für sie tun könnten. Ihr wurde auch angeboten, länger im IPA-Haus wohnen zu können, falls sie kein geeignetes Zimmer finden würde.  Nach 16 Tagen fand meine Nichte  endlich in Uni-Nähe ein Zimmer. Bei der IPA brauchte sie für den Aufenthalt im IPA-Haus nur den Preis zahlen, der üblicherweise nur für IPA-Mitglieder gilt.

Den überaus freundlichen und hilfsbereiten Kolleginnen und Kollegen im Büro des IPA-Hauses, das sind die Koll. Noeleen, Breda und Noel,  gebührt großer Dank und Anerkennung. Sie sind Beispiel im Sinne des Leitspruchs der IPA:  SERVO PER AMIKECO.